Spanisches Olivenöl

Eigentlich ist es kein Wunder, das Olivenöl in Spanien auch heute noch so etwas wie eine „harte Währung“ ist, den schließlich ist das Land am Mittelmeer der weltweit größte Produzent von Olivenöl.

Mit geschätzten 1,5 Mio Tonnen ist Spanien die Nummer eins unter den Produzenten weltweit. In den letzten 10 Jahren hat sich dabei die Produktion von Oliven für Olivenöl im ca. 20% erhöht (Zahlen 2006-20016, Quelle Eurostat) Etwa ein Viertel der gesamten Weltanbaufläche befindet sich in Spanien.

kaltgepresstes Olivenöl

Bereits seit der Antike wird kaltgepresstes Olivenöl produziert und teilweise sogar als eigene Währung verwendet.

Es ist eines der gesündesten Öle überhaupt und nicht nur in Spanien und dem gesamten Mittelmeerraum beliebt, sonder wird in der ganzen Welt geschätzt.

Was ist kaltgepresstes Olivenöl?

Die Kaltpressung ist die Voraussetzung dafür, naturbelassenes (natives) Olivenöl herzustellen. Dabei dürfen die Oliven bei maximal 27°C gepresst werden.

Die besten kaltgepressten Olivenöle haben die Güteklassen „Natives Olivenöl Extra“ und „Natives Olivenöl“.

Das gesunde Öl der Olive

Das Olivenöl äußerst lecker schmeckt ist wohl unbestritten. Darüber hinaus verfügt es jedoch über einen großen Gehalt an nützlichen Inhaltsstoffen. So enthält es beispielsweise viel Vitamin A, was unter anderem gut für die Sehkraft ist. Darüber hinaus ist Natives Olivenöl reich an ungesättigten Fettsäuren.

Der Anbau von Oliven

Spanien lässt sich in 10 große Anbaugebiete für spanisches Olivenöl unterteilen, welche sich durch ihre geografische Lage und Klimatische Besonderheiten unterscheiden. Je nach Lage gedeihen verschiedene Olivensorten. So ist für Katalonien beispielsweise die Sorte „Arbequina“ typisch, weiter im Süden des Landes werden vorwiegend die Sorten „Hojiblanca“ und „Picual“  angebaut.

spanische Olivensorten

Arbequina

Wahrscheinlich die  bekannteste Sorte. Angebaut wird diese vorwiegend in Katalonien. Das Öl dieser Olivensorte verströmt ein Aroma, welches an Tomaten oder auch Artischocken erinnert. Sein Geschmack  ist fruchtig mild und leicht süßlich.

Die Frucht

Die Olive an sich ist von eher geringer Größe. Geerntet wird diese frühe Sorte ab Mitte Oktober bis in den Dezember hinein.

Passt zu

Das Olivenöl dieser Sorte schmeckt frisch am besten. es sollte nicht zu stark erhitzt werden. Es passt hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten und gegrilltem Gemüse.

Picual

Die wichtigste Sorte mit fast 50% der gesamten spanischen Olivenernte besteht aus den Picual Oliven. Sie wird praktisch im ganzen Land angebaut, nicht zuletzt, weil sie sehr robust ist.

Die Frucht

Je nach Anbaugebiet schmeckt das Öl dieser Sorte sehr unterschiedlich. Öle aus den tieferen Regionen haben einen angenehm bitteren, weher holzigen Geschmack, kommt das Olivenöl jedoch aus den Bergen in höheren Lagen ist es frischer, fruchtig und sogar leicht süßlich im Aroma.

Das Öl der Sorte Piscual zeichnet sich durch seine Haltbarkeit aus.

Passt zu

Dieses Olivenöl passt gut zu Gemüse und gebratenem Fleisch.

Spezialitäten aus Spanien: Olivenöl

Die beiden unterschiedlichen Qualitätsstufen: raffiniertes und natives Olivenöl

Die beiden Qualitäten bezeichnen die Herstellungsverfahren von Olivenöl.

Beim raffinierten Öl wird mit Wärme gearbeitet, wobei wichtige Inhaltsstoffe und Vitamine verloren gehen. Bei diesem Verfahren werden meist Oliven mit geringerer Qualität verarbeitet. Die Ausbeute an Öl ist jedoch höher als bei der Kaltpressung. Raffiniertes Olivenöl darf nicht an Endverbraucher verkauft werden, es s lediglich erlaubt Natives oder Natives Olivenöl Extra mit raffiniertem zu mischen. Hierbei kann es vorkommen, das das angebotene Öl zu 99% aus raffiniertem Olivenöl besteht. Verkauft werden diese Öle minderer Qualität unter der Bezeichnung „Olivenöl.“

Beim Nativen, also kaltgepressten Olivenöl dürfen die Oliven bei maximal 27%C gepresst werden. Die Oliven werden dabei zunächst in einer Ölmühle maschinell von Zweigen und Ästen befreit und gewaschen. Anschließend werden sie zu einer Olivenpaste zermahlen. Dies geschieht auch heute noch meist in Steinmühlen. Erst im letzten Schritt wir das eigentliche Öl aus der Paste gewonnen. Bei diesem Herstellungsverfahren wird etwa ein Liter Öl aus fünf Kilogramm Oliven gewonnen.